Gibt es einen Unterschied zwischen Katholiken und Christen?
Unsere Antwort: Es gibt viele verschiedene Kirchen, Gemeinden und Glaubensrichtungen (Denominationen), die als christlich einzuordnen sind, zum Beispiel Katholiken, Lutheraner, Reformierte, Baptisten, Methodisten usw.
Jede Kirche hat ihre ganz besondere Geschichte und ihre besonderen Schwerpunkte in der Lehre: Katholiken sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche, deren Wurzeln bis zur Urgemeinde zurückreichen. Im Laufe ihrer langen Geschichte sind aber einige Dogmen hinzugekommen, so die Stellung des Papstes und die Marienverehrung.
In der Reformation im 16. Jahrhundert entstanden die traditionellen evangelischen Kirchen: die Lutheraner (v. a. in Deutschland und Skandinavien) gründeten sich direkt auf Luther, die Reformierten auf Calvin (der von Genf aus die Reformation in Ländern wie Frankreich, den Niederlanden und England unterstützte). Beiden gemeinsam war das "reformatorische Anliegen", nicht dadurch vor Gott gerecht zu sein, dass man viele gute Werke tut, sondern aus der Gnade, die Jesus am Kreuz bewirkt hat (persönlicher Glaube).
Baptisten und Methodisten sind neuere Kirchen (19. bzw. 18. Jahrhundert). Die Baptisten kennzeichnet besonders die Glaubenstaufe (nur Menschen taufen, die ein persönliches Glaubenszeugnis ablegen, also z.B. keine Babys), die Methodisten gingen aus einer innerkirchlichen Erneuerungsbewegung um John Wesley in England hervor.
In jeder Kirche gibt es Mitglieder, die eine eigene Beziehung zu Jesus Christus leben, und andere, die nur der Kirche als Institution angehören. Und genau das ist der Unterschied. Das Wort „Christ“ bedeutet, dass Christus in einem lebt. Die eigentliche Frage ist also nicht, zu welcher Kirche oder Gemeinde jemand gehört, sondern ob Jesus in ihm lebt - ob er wirklich eine persönliche Beziehung zu Gott hat.
Im Johannesevangelium wird erklärt, dass alle, die ihn (Gott) aufnehmen, die an seinen Namen glauben, das Recht bekommen, Gottes Kinder zu werden (Johannes 1,12). Warum sollen wir Gottes Kinder werden? Weil wir sonst getrennt von Gott sind. Vielleicht wissen wir, dass es ihn gibt. Vielleicht ist uns klar, dass man ihn anbeten soll. Vielleicht beten wir sogar zu ihm, wenn wir in Schwierigkeiten stecken. Aber wir spüren, dass da eine Distanz ist. Diese Trennung liegt in unserer Sünde.
Wow, das ist ein hartes Wort. Aber weißt du was? So lange wir leben und atmen, können wir gar nicht anders, als zu „sündigen“. Sündigen heißt nämlich, die Dinge alleine zu tun, ohne Gott. Nach unserer Nase zu tanzen, nicht nach seiner. Das deutsche Wort „Sünde“ kommt von „Sund“ - einem tiefen trennenden Graben. So wie zum Beispiel der Öresund Schweden von den Dänischen Inseln trennt, so trennt uns die Sünde von Gott. Aber das muss nicht so bleiben!
Die Bibel sagt, dass die Sünde eine Konsequenz nach sich zieht, und die ist womöglich größer, als du vermuten würdest: Die Strafe für die Sünde ist der Tod! Das ist Gottes Urteil über alle Sünde, nicht nur für „schwere Sünden“ wie Mord. In der Bibel lesen wir: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6,23) Das klingt hart, nicht wahr? Aber Jesus ist an unserer Stelle gestorben, damit wir nicht sterben und ewig fern von Gott sein müssen. Er hat den kompletten Preis bezahlt! Und nun bietet er uns völlige Vergebung an. Nicht nur für hier und jetzt - sogar für die Sünden, in die wir in der Zukunft noch schlittern werden, können wir jetzt Vergebung haben, denn Jesus ist für alle Sünde gestorben. Wir können auf der Stelle eine persönliche Beziehung mit ihm eingehen, weil diese Mauer der Sünde überwunden ist. Nicht, dass wir perfekt werden und nie mehr sündigen. Aber uns wird vergeben, wenn wir begreifen und annehmen, dass Jesus für uns gestorben ist.
„Was sich keiner verdienen könnte, schenkt Gott uns aus freien Stücken: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz verbluten lassen. Wer das glauben kann, ist gerecht vor Gott.“ (Römer 3,24-25)
Wenn wir Jesus in unser Leben aufnehmen, erklärt Gott uns für „nicht schuldig“. Wir sind nun im Reinen mit ihm. Unsere Verbindung mit ihm beginnt dort Wirklichkeit zu werden, wo Gott für uns nicht mehr jemand „da draußen“ ist, sondern auch in unserem Innern lebt. Wir können nun neu mit ihm anfangen und eine Beziehung mit ihm leben. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber Gottes freies Geschenk ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ (Römer 6,23)
Willst du sichergehen, dass du diese persönliche Beziehung zu Gott hast? Dass dir deine Sünden vergeben sind und nichts mehr zwischen dir und Gott steht? Dann lies weiter
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